Clickertraining: Finde die richtige Übung für dein Pferd

Alexandra Kurland arbeitet an der Landebahn Übung

Aufmerksames Beobachten der Bewegungen deines Pferdes gibt dir eine Menge Informationen, um die beste Übung auszusuchen, die dein Pferd in diesem Moment braucht. 

Angenommen, deine Stute steht meist mit jedem Bein auf einer anderen Linie, nie geschlossen wie ein Dressurpferd. Dieses ungeschlossene Stehen lässt auf ein Ungleichgewicht schliessen. Viele Jungpferde stehen so um sich besser auszubalancieren. Man könnte nun denken, na dann trainiere ich doch geschlossenes Stehen und “clicke” einfach jedes Bein an seinen Platz. Aber ich finde, daß geschlossenes Stehen das Resultat einer verbesserten Balance sein sollte. Geschlossenes Stehen ist dann sozusagen Feedback an mich, dass mein Pferd durch die vorhergehende Übung tatsächlich eine bessere Balance entwickelt hat. 

Durch diese Übung hat sich die Balance der Stute bereits verbessert

Welche Übung wäre denn nun geeignet?

Da kommt darauf an, wie groß das Repertoire ist, das ihr euch bereits erarbeitet habt. Mit den Übungen, die ich bereits besprochen habe: Anhalten, Angehen, Rückwärts, Angehen etc. kannst du bereits die Balance erheblich verbessern. Wichtig dabei ist, dass dein Pferd sich selbst bewegt und du nicht über den Strick das Anhalten, Angehen oder Rückwärtsrichten hervorrufst. Das würde die Balance deines Pferdes nur verschlechtern. Aber ruhiges, bedachtes Vorgehen, wird das Gleichgewicht verbessern und als Resultat, wird dein Pferd öfters geschlossen anhalten.

Habt ihr bereits ein größeres Repertoire, dann kann Alexandra Kurlands “Runway lesson”, die Landebahn-Übung, helfen. Die Landebahn-Übung ist eine Vorübung für die Grundlagenübung “Auf der Matte stehen”, eine großartige Übung mit vielen Anwendungen für verschiedenste Situationen.

  Oder steht dein Pferd vielleicht geschlossen aber mit dem Gewicht über die Vorhand geschoben? Das siehst du daran dass das Buggelenk nach vorne geschoben ist und die Vorderbeine nicht vertikal sondern leicht diagonal sind.

Welche Übung wäre denn nun geeignet?

< Eine ganz einfache Möglichkeit in diesem Fall wäre es, dynamisch zu füttern, das heisst, nach dem Click, fütterst du auf der Höhe des Buggelenks und etwas näher am Pferd, damit sie das Gewicht leicht nach hinten verschiebt. Sei aber darauf bedacht, dein Pferd nicht mit einer verzögerten Futtergabe zu verärgern. Das Futter kommt, wie versprochen, aber an einer anderen Stelle als sonst. Das dynamische Füttern ist eine einfache und sehr effektive Methode dein Pferd in eine Position zu bringen, die du entweder generell öfter sehen möchtest, wie eine bessere Balance, oder die sie optimal auf die nächste Aufgabe vorzubereitet.

Diese Beispiele sollen dir zeigen, dass ein aufmerksames Beobachten deines Pferdes entscheidend sind, um deinen Trainingsplan zu entwickeln. Details sind dabei extrem wichtig und je mehr du entdeckst, desto mehr Informationen hast du für die Entwicklung eines erfolgreichen Trainingsplans.

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